Es ist schön mit schmeichelnden Worten bezirzt zu werden! Jede Frau genießt es Komplimente zu bekommen – wenn ein Mann uns das Gefühl schenkt the one and only zu sein – jaaaa… da können wir schon schmelzen!
Doch es gibt auch ein „zuviel des Guten.“

Dazu folgende Geschichte

Location: Geburtstagsparty mit großem VIP-Faktor

Wie gerne in München: Birthdayparty mit Dresscode. Ein Schaulauf der Eitelkeiten (…wie gerne in München ;-). Viele männliche Gäste waren durchaus attraktiv – weibliche sowieso. Habe mich nur schwer getan bei der Einschätzung ob Sie Frauen oder Männer bevorzugen. Da ist mir auch schon ein peinlicher Fauxpas passiert (die Geschichte zu einem anderen Zeitpunkt)…Unglaublich wie viel Stil schwule Männer haben können!
Der eindeutig heterosexuelle Single den ich an diesem Abend kennen gelernt habe war…very smart! Da ich jedoch bereits männliche Begleitung dabei hatte, lud er mich zwei Tage später zum Frühstück ein. Treffpunkt: Münchner Café das man über einen Aufzug erreicht. Nur nochmal zur Erinnerung: Haben uns auf der Party geschätzte 5 Minuten unterhalten. Immer wieder Blickkontakt – aber keine Annäherungsversuche.
Im Aufzug dann folgendes Szenario. Kaum hatte sich die Türe geschlossen, packte er mich und küsste mich so stürmisch, dass ich zu perplex war um zu reagieren (sogenannte Überfalltaktik). Gefolgt von innigen Bekundungen a la: „ich habe Dich so sehr vermisst!“. „Konnte es kaum aushalten Dich wieder zu sehen“. „Endlich bist Du bei mir“. ICH STAND UNTER SCHOCK! Wie gesagt. Es ist ja wirklich zauberhaft begehrt zu werden. Aber…bitte keine überfallartigen Liebes-Attacken beim 1. Date!
Im Café dann weitere heiße Liebesbekundungen. Irritiert und peinlich berührt trank ich meinen Cappuccino und verabschiedete mich rasch (hatte schon befürchtet er bietet mir an mich zum WC zu begleiten…!). Trotz (oder vielleicht auch wegen?! Die Eitelkeit 😉 dieses ungebremsten Überschwangs an Bewunderung, trafen wir uns noch einige Male. Und er wurde nie müde mir seine Liebesschwüre kund zu tun(…und jaaa…ich war geschmeichelt…)Bevor sich jedoch so etwas wie eine Beziehung festigte geschah folgendes: unbekümmert flanierte ich durch Münchens Einkaufspassagen als ich Ihn zufällig sah. Eng umschlungen küsste er gerade eine andere Schönheit. In Hör-Nähe vernahm ich die gleichen, schnulzig-schmachtenden Liebesbekundungen welche er mir zwei Tage zuvor ins Ohr gehaucht hatte. Again: SCHOCKZUSTAND.

Jungs – Chapeau! Wie blind die Augen sind, wenn das Ohr voll süß-klingender Wortphrasen ist…

 

Über den Autor

weiblich, knapp über 30, Eliteuniversität, selbstständig, Gelegenheitsmodel, bodenständig, so könnte auch ein Roman anfangen, denn die Voraussetzungen waren eigentlich exzellent als ich vor etwa einem Jahr als zuversichtlicher Single nach München gezogen bin. München gilt deutschlandweit als Hauptstadt der Singles. Liebling der (Schein-)Reichen und Schönen. Bekannt für oberflächliche „Bussi-Bussi“ Begegnungen und unverbindliche Flirts. Trotz meiner Vorkenntnisse die Münchner Szenegesellschaft betreffend, dachte ich: So schwer kann es ja nicht sein in Deutschlands Singlehauptstadt einen charmanten Mann kennenzulernen. Mein Fazit nach einem Jahr: da habe ich mich schwer getäuscht. Und wurde getäuscht. Vom schönen Schein und schönen Worten. Man(n) mag mir Naivität vorwerfen. Doch es ist schlichtweg mangelnde Erfahrung in der Welt der Szene-Singles in München. Gestattet mir etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Über die fruchtlosen Balz-Rituale und das Show-Gehabe in Münchens In-Locations und was mir in der Weltstadt mit Herz noch so alles passiert.

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