Heute wird es pathetisch…nach der Wies’n die zwar lustig und gesellig war, ist mir jetzt nach ein bisschen Romantik.  Deshalb erzähle ich zur Abwechslung mal eine Geschichte fürs Herz.

Erste Begegnung: Party bei einem In-Griechen

An diesem Abend war ich geschäftlich unterwegs. Daher fand das erste Gespräch mit „IHM“ in einem öffentlichen Rahmen statt. Und ich gestehe: war schon in der ersten Minute ziemlich…fasziniert von Ihm: Groß, schlank, blond mit großen dunklen Augen. Hätte Ihn sehr gerne näher kennengelernt –  aber an diesem Abend waren kein Raum für private Momente. Erst vier Wochen später trafen wir uns zum ersten Date (wie ich das geschafft habe…nun…München ist ein Dorf ;-). Es war ein kühler Sommerabend. Treffpunkt: Odeonsplatz. Ich wusste nicht was mich erwartet. Essen? Theater? Kino?

Egal! Hauptsache ich sehen Ihn wieder. Die Begrüßung war ungewöhnlich vertraut und ich fühlte mich gleich wohl an seiner Seite. Nach einem langen (romantischen) Spaziergang durch den Englischen Garten, gab es Vino in einer urgemütlichen Bar, irgendwo im Lehel. Mit einer weiteren Flasche spazierten wir weiter unter die Schwingen des Friedensengels und philosophierten über dies und jenes. Plötzlich fing es an in Strömen zu regnen und es wurde unangenehm kalt. Sehr fürsorglich gab er mir seine Jacke, legte seinen Arm um mich. Ich kuschelte mich fest an seine Seite. Meine Hand lang auf seiner Brust und ich konnte seinen Herzschlag spüren 😉

Mein Gott – eine Szene wie aus einem kitschig-billigem Roman! Unter dem Friedensengel – die Stadt zu Füßen – ein Paar im Regen…Was folgt bei so einer Story für gewöhnlich?! Richtig! Der erste Kuss. Leider muss ich Euch enttäuschen. Auch ich habe vergeblich auf dieses „Happy End“ gewartet.
Ok! Jetzt sagen wieder sicher einige: auch die Frau kann die Initiative ergreifen ect. ABER: 1. Ich bin von Natur aus schüchtern 2. Genieße es von einem Mann „erobert“ zu werden – bin eben altmodisch…Gut…Um die „Lovestory“ kurz zu machen, wir hatten ein zweites Date: schönes Essen (wo wir uns ein Gericht geteilt haben…) und einem Ausflug an den See mitten in der Nacht (bei sternenklarem Himmel) und – wieder nichts.
Bis heute Ungeküsst ;-(

Über den Autor

weiblich, knapp über 30, Eliteuniversität, selbstständig, Gelegenheitsmodel, bodenständig, so könnte auch ein Roman anfangen, denn die Voraussetzungen waren eigentlich exzellent als ich vor etwa einem Jahr als zuversichtlicher Single nach München gezogen bin. München gilt deutschlandweit als Hauptstadt der Singles. Liebling der (Schein-)Reichen und Schönen. Bekannt für oberflächliche „Bussi-Bussi“ Begegnungen und unverbindliche Flirts. Trotz meiner Vorkenntnisse die Münchner Szenegesellschaft betreffend, dachte ich: So schwer kann es ja nicht sein in Deutschlands Singlehauptstadt einen charmanten Mann kennenzulernen. Mein Fazit nach einem Jahr: da habe ich mich schwer getäuscht. Und wurde getäuscht. Vom schönen Schein und schönen Worten. Man(n) mag mir Naivität vorwerfen. Doch es ist schlichtweg mangelnde Erfahrung in der Welt der Szene-Singles in München. Gestattet mir etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Über die fruchtlosen Balz-Rituale und das Show-Gehabe in Münchens In-Locations und was mir in der Weltstadt mit Herz noch so alles passiert.

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