Was für ein Jahr! Gelitten, gelacht, geliebt…alles dabei gewesen. Blicke zurück auf ein buntes Jahr 2011 und freue mich auf die Geschichten die ich 2012 erleben werde.
 Zum Jahresbeginn habe ich mir natürlich auch Gedanken über meine Wünsche und Ziele für 2012 gemacht. Die Liste zeigt, dass mein Schwerpunkt auf der Realisierung meiner beruflichen Ziele steht. Männer kommen ziemlich am Schluss. Habe mich entschlossen gelassen zu bleiben und mein Single-Dasein (soweit es geht) zu genießen. Und ein weitere wichtige Aufgabe habe ich mir gesetzt: keine Dates mehr wenn mich der Typ schon von vorn herein nicht interessiert und mein Flirtverhalten besser zu kontrollieren.

Habe mich nämlich in letzter Zeit ein paar unangenehme Situationen gebracht.

Fall eins: war mit einem Kunden von mir zum Essen verabredet. Neben geschäftlichen Dingen haben wir auch über Privates geplaudert. Erzählte Ihm von meinem Wunsch einmal die Zauberflöte live sehen zu wollen. Prompt lag wenige Tage später ein Ticket für eine Aufführung in der Wiener Staatsoper, inklusive Flug und Übernachtung im Hotel Sacher bei mir auf dem Schreibtisch. Dass nenne ich Engagement. Nur…naja…der schönste Opernbesuch nützt nichts, wenn Du Dich mit Deiner Begleitung unwohl fühlst!

Fall zwei: Hatte kürzlich Besuch aus längst vergangenen Zeiten. Ein Freund mit dem ich die GRUNDschule besucht habe, kam extra aus dem hohen Norden angereist um mich zu besuchen – vor über 20 Jahren das letzte Mal gesehen! Er ist seit neun Jahren liiert und dank Bilder wusste ich, dass dieser Mann mir nicht gefährlich werden kann – „Verliebungspotential“: tendenziell Richtung null. Womit ich nicht gerechnet hatte, war meine Wirkung auf Ihn. Aktuell ist der Stand folgender: Er hat sich von seiner Freundin getrennt und plant im Sommer nach München zu ziehen! OK…fairer Weise muss gesagt werden, dass er schon länger mit dem Gedanken gespielt hat sich zu trennen. Ich bin also unschuldig! Das zumindest habe ich mir versichern lassen.

Fall drei: Hatte von wenigen Wochen ein, für meine Begriffe, misslungenes Date. Fing damit an, dass Er mich warten ließ, dann musste ich die Rechnung bei 2 von 3 Barbesuchen an diesem Abend übernehmen und auch das Taxi zahlen(gut…Er ist erst 27 Jahre…Fürs Protokoll: Keine Dates mehr mit jüngeren Männern ;-). Krönender Abschluss war dann eine stürmische Kussattacke, die einfach nicht zu unterbieten ist. Auch hier habe ich wieder die Erfahrung gemacht wie unterschiedlich Situationen wahrgenommen werden. Seit diesem Date vergeht kein Tag da Er mir nicht per Whatsapp Herzchen, Kuss-Smileys oder sonstige  romantische Emoticons schickt. Meine abgrenzenden Nachrichten und meine Erklärung, dass ich kein Interesse an einer Beziehung mit Ihm habe, werden schlichtweg ignoriert. Er hat es sich zum Ziel gesetzt mein „kaltes Herz“ zu erwärmen. Oh dear…

Halte Euch auch dieses Jahr gerne weiter auf dem Laufenden über meine Erfahrung als Single in München!

Über den Autor

weiblich, knapp über 30, Eliteuniversität, selbstständig, Gelegenheitsmodel, bodenständig, so könnte auch ein Roman anfangen, denn die Voraussetzungen waren eigentlich exzellent als ich vor etwa einem Jahr als zuversichtlicher Single nach München gezogen bin. München gilt deutschlandweit als Hauptstadt der Singles. Liebling der (Schein-)Reichen und Schönen. Bekannt für oberflächliche „Bussi-Bussi“ Begegnungen und unverbindliche Flirts. Trotz meiner Vorkenntnisse die Münchner Szenegesellschaft betreffend, dachte ich: So schwer kann es ja nicht sein in Deutschlands Singlehauptstadt einen charmanten Mann kennenzulernen. Mein Fazit nach einem Jahr: da habe ich mich schwer getäuscht. Und wurde getäuscht. Vom schönen Schein und schönen Worten. Man(n) mag mir Naivität vorwerfen. Doch es ist schlichtweg mangelnde Erfahrung in der Welt der Szene-Singles in München. Gestattet mir etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Über die fruchtlosen Balz-Rituale und das Show-Gehabe in Münchens In-Locations und was mir in der Weltstadt mit Herz noch so alles passiert.

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