Lästern Sie? Wer tut es nicht gerne? Im Freien sitzen, entspannt einen Kaffee, einen Aperol oder eine frische Mass genießen und – versteckt hinter einer großen Sonnenbrille – Leute beobachten und darüber reden!

War heute in einer meiner liebsten Biergärten Münchens verabredet: in der St. Emmeramsmühle! Herrlich gelegen, feine Schmankerlküche, herzliches Personal…und…es gibt jede Menge zum Schauen! Unweit des Medienzentrums in Unterföhring und der schicken Bogenhausener-Villengegend, tummeln sich dort sehr häufig Promis und wirklich „Wichtig-Wichtig-Leute“. Auch heute gab es wieder viel zu sehen und natürlich zu Lästern. Ein Beispiel:  Am Nebentisch zwei Frauen. Alter: wegen duzender Schönheits-OPs schwer zu schätzen…außerdem waren die Augen hinter verspiegelten Monsterbrillen (KLAR! Im hellen Sonnenlicht KÖNNTE man kleine Fältchen entdecken!). Die eine Dame in einer “dezenten“ Kombination aus pinkfarbener Hose, rosa Pulli und blassrosa Fellweste. Die andere trug eine ähnliche Kombination im schwarz-gold Mix – sehr gewagt – doch hier gilt: Hauptsache auffallen!

Lästern für Fortgeschrittene: Ein Porsche macht automatisch attraktiv!

Das nächste Pärchen, dass meine Aufmerksamkeit erregte, war, was ich als klassische: Sugar-Daddy-Combination bezeichne. Ein Phänomen welches hier in München besonders häufig auftritt…Sie: hübsch, vielleicht Anfang 20, langes braunes Haar, Gucci-Tasche, Highheels, Modelmaße. Er: untersetzt, schütteres Haar, Anfang 50, Wohlstandsbauch, Porschefahrer. Selbst wenn ich in Hörweite gesessen wäre – viel hätte ich nicht mitbekommen. Zwischen den beiden herrschte diese unangenehme: Ich habe Dir nichts zu sagen-Stimmung. Lautes Schweigen.

Hätten die Beiden nicht Hand in Hand die Bühne betreten, wäre ich nicht darauf gekommen, dass sie auch nur IRGENDEINE Art von Beziehung haben. Während ich die beiden beobachtete musste ich an die Geschichte einer Freundin und Leidensgenossin denken. Auch Sie war einst mit einem Münchner Porschefahrer liiert (SORRY wenn ich mich hier  bestehender Klischees bediene…aber…ES IST WIE ES IST). Bei einem nächtlichen Besuch in Deutschlands Nobelclub P1, hatte Er noch einen Kumpel im Schlepptau. Frisch getrennt und auf der Suche nach…“Frischfleisch“. Klar, dass Ihm beim Anblick der heißen Miezen die sich im P1 in Scharen tummeln, mächtig heiß wurde. Doch so recht konnte Er nicht Punkten. Ein noch so charmanter Anmachspruch – REICHT NOCH LANGE NICHT. Gott sei Dank wusste der DAMALIGE Freund meiner Freundin DEN Rat. Mit einem Zwinkern überreichte Er dem armen Neusingle seinen Porscheschlüssel: „Brauchst nur ein bisschen mit dem Schlüssel zu spielen. Das hilft!“ Meiner Freundin fiel vor Entsetzten fast das Glas aus der Hand…
Doch…ganz so unrecht hat der Gute nicht. Auch ich habe schon so einige Mädels kennengelernt deren erklärtes Ziel es ist, sich möglichst schnell einen möglichst reichen Macker  zu angeln es soll ja auch hierfür die eine oder andere Partnervermittlung geben, die genau diese Interessen zusammenführen.
Noch in meinen Gedanken versunken stand plötzlich ein alter 😉 Verehrer vor mir (eigentlich ein richtiger Traummann…doch wir hatten uns vor etwa einem Jahr aus den Augen verloren…weiß gar nicht mehr warum…). Wir kamen ins Plaudernd…als Er mich plötzlich fragte ob ich Ihn zur Eröffnung des Frühlingsfest ins Hippodrom begleite (FRÜHLINGSGEFÜHLE ;-)….Für mich der PERFEKTE Anlass mir ein neues Dirndl zu gönnen. Schließlich möchte ich Ihn ja beeindrucken! Habe auch schon ein Dirndl entdeckt welches mich und Ihn SICHER umhauen wird: Ein original Herzi-Dirndl von Pia Bolte. Und gleich verliebt… – also in das Dirndl 😉

Jetzt brauch ich nur noch ein Charivari – also den schönen Schürzenschmuck mit den verschiedenen Anhängern… – ich glaub da werd ich noch kurz zum Tegernsee fahren müssen da hab ich ein paar schöne Schmuckstücke gesehen: Hier mehr zu Schmuck vom Tegernsee

Mal sehen was der Frühling so alles mit sich bringt…jedenfalls bin ich Outfitmäßig bestens versorgt…Der passende Mann dazu wird sich doch auch noch finden!!!!!!!!!!!!!!!

Über den Autor

weiblich, knapp über 30, Eliteuniversität, selbstständig, Gelegenheitsmodel, bodenständig, so könnte auch ein Roman anfangen, denn die Voraussetzungen waren eigentlich exzellent als ich vor etwa einem Jahr als zuversichtlicher Single nach München gezogen bin. München gilt deutschlandweit als Hauptstadt der Singles. Liebling der (Schein-)Reichen und Schönen. Bekannt für oberflächliche „Bussi-Bussi“ Begegnungen und unverbindliche Flirts. Trotz meiner Vorkenntnisse die Münchner Szenegesellschaft betreffend, dachte ich: So schwer kann es ja nicht sein in Deutschlands Singlehauptstadt einen charmanten Mann kennenzulernen. Mein Fazit nach einem Jahr: da habe ich mich schwer getäuscht. Und wurde getäuscht. Vom schönen Schein und schönen Worten. Man(n) mag mir Naivität vorwerfen. Doch es ist schlichtweg mangelnde Erfahrung in der Welt der Szene-Singles in München. Gestattet mir etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Über die fruchtlosen Balz-Rituale und das Show-Gehabe in Münchens In-Locations und was mir in der Weltstadt mit Herz noch so alles passiert.

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