Wochende in München – es ist manchmal wie verhext! Es gibt Wochenende da kann ich mich vor Unternehmungsangeboten kaum retten: Einladung von Freunden, Glas Vino bei meiner Nachbarin, Vernissage, Modenschau, Konzert oder mal wieder ein Besuch im P1 – dann wieder: NICHTS! Und dieses Wochenende war es wieder soweit… Keine meiner Mädels hatte an diesem herrlichen Frühlings-Wochenende Zeit/Lust irgendetwas zu unternehmen.

Also blieb mir nicht übrig als mich allein an diesem Wochenende auf mein Mountainbike zu schwingen und durch die Landschaft zu radln. Nachdem ich meine obligatorischen Samstagseinkaufe erledigt hatte, ging es los! Die Vorfreude aufs Mountainbiking war sehr groß – um den Massen am Isarufer zu entgehen habe ich mir eine Destination östlich von München auf Google-Maps raus gesucht: Wildpark Poing…21,7km one way…also eine sehr harmlose Tour…genau das Richtige um nach dem Winter wieder langsam in die Gänge zu kommen!

am Wochenende radelt man anscheinend nie allein!

Ich also in meinem knappen Radlerdress (brav mit Helm und Handschuhen) ab Richtung Poing. Sollte erwähnen dass ich einige Jahre am Bodensee gelebt habe und dort mehrmals pro Woche 3-5 stündige Touren durch die Natur gemacht habe…oft querfeldein über Wiesen…durch Wälder – oft ohne einer Menschenseele zu begegnen. So war ich dann doch etwas genervt, dass mich der Fahrradweg durch ein Ort nach dem anderen führte! Rote Ampeln statt freie Landschaften – Geschlossene Bahnschranken statt romantische Waldwege! Und das Beste: alle 2 Meter Familien mit Kids oder gemütlich radelnde Pärchen die mir den Weg versperrten.
Nach einer Stunde extrem-ausweich-mountainbiking änderte ich meine Taktik und entschied mich für die „Querfeldein-Strategie“. Verlies den Family-Trail und steuerte ein kleines Wäldchen an das abseits des Radwegs lag. Im Nachhinein: auch nicht die klügste Entscheidung. Gut…ich hatte meine Ruhe – nur aufgeregtes Vogelgezwitscher – doch der Waldweg stellte sich als äußert tückisch heraus. Zuerst steuerte ich im Volltempo in ein ordentlich tiefes Matschloch, so dass meine noch blassen Beine eine plötzlich intensive Braunfärbung bekamen und sich in meinen Schuhen triefende Feuchtigkeit breit machte.

Mountainbike-Fahren mit Hindernissen, Teil 1

Kurzes Fluchen – dann weiter… bis der erste Baumstamm mir den Weg versperrte. Ich also: runter vom Rad, über den Baumstamm und wieder weiter..naja…wirklich WEITER kam ich nicht, denn vor mir lag eine Art Baustamm-Mikado! Keine Chance drum herum zu radeln. Also schleppte ich mein Mountainbike über gefühlte 100 Baumstämme ehe ich am Rande einer Pferdekoppel endlich wieder aufsteigen konnte.

Mountainbike-Fahren mit Hindernissen, Teil 2

Nur…was war DAS plötzlich?! Meine Gangschaltung reagierte nicht mehr!!!!!!!!!!!! Während meines Adventure-Trip durch den Wald muss sich meine Schaltung verzogen haben, so dass ich nur noch im höchsten Gang weiter fahren konnte…Na prima!!!!!!!!! Mitten in der Pampa – 15km Rückweg – matschige Schuhe – verdreckte Beine und ein kaputtes Radl ;-(

ABER! Habe mich dann doch tapfer nach Hause gekämpft und mir zur Belohnung auf meinem riesigen Balkon ein frisches, kühles Bier gegönnt!

Bei all den Vorzügen die das Single-Leben so mit sich bringt…geteiltes Leid bleibt halbes Leid und geteilte FREUDE bringt DOPPELTE FREUDE… Freue mich auf die Zeiten wo ich nicht mehr alleine abenteuerliche Geschichten erleben muss 😉

Über den Autor

weiblich, knapp über 30, Eliteuniversität, selbstständig, Gelegenheitsmodel, bodenständig, so könnte auch ein Roman anfangen, denn die Voraussetzungen waren eigentlich exzellent als ich vor etwa einem Jahr als zuversichtlicher Single nach München gezogen bin. München gilt deutschlandweit als Hauptstadt der Singles. Liebling der (Schein-)Reichen und Schönen. Bekannt für oberflächliche „Bussi-Bussi“ Begegnungen und unverbindliche Flirts. Trotz meiner Vorkenntnisse die Münchner Szenegesellschaft betreffend, dachte ich: So schwer kann es ja nicht sein in Deutschlands Singlehauptstadt einen charmanten Mann kennenzulernen. Mein Fazit nach einem Jahr: da habe ich mich schwer getäuscht. Und wurde getäuscht. Vom schönen Schein und schönen Worten. Man(n) mag mir Naivität vorwerfen. Doch es ist schlichtweg mangelnde Erfahrung in der Welt der Szene-Singles in München. Gestattet mir etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Über die fruchtlosen Balz-Rituale und das Show-Gehabe in Münchens In-Locations und was mir in der Weltstadt mit Herz noch so alles passiert.

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9 Responses

  1. Anne

    Hllo,
    naja tut mir zwar leid das Ganze für dich, aber deine Möglichkeiten alleine zu Radeln hängen natürlich damit zusammen wo du wohnst. Oder man sucht sich den Weg den man fährt etwas genauer aus z.B. die Ortschaften auf der Strecke, die du erwähnt hast sind bestimmt auf jeder Karte ob im Internet oder einer herkömlichen
    verzeichnet. Und außerdem wenn du so gerne alleine unterwegs bist lernst du ja niemanden kennen.

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  2. Klimmzugstange

    Das ist ja schon beinahe tragisch, wie du alleine Fahrradfahren gehst! Such dir doch jemanden, der mit dir mitfährt, dann macht es auch mehr Spaß. Muss ja kein Mann sein. 😉

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  3. katzensitter münchen

    Besonders das Münchener Umland hat doch einiges zu bieten…
    ich wohne im Westen und nach ein paar Minuten Radlfahrt bin ich mitten im Grünen / Wald. Zur Not könntest du ja auch dein Radl in die S-Bahn packen und dann los :))

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  4. Julia

    Das hast du fein gemacht! Sehr diszipliniert … Man muss sich eben immer wieder selbst motivieren, statt nur frustriert vor der Glotze zu hocken. Ist aber leichter gesagt als getan.

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  5. Gabriele

    Hallo Kim-Eileen, warst Du auch eine von den Mädels die bei dem Event in Kitzbühel am Wochenende dabei waren?

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  6. Thomas

    Klingt für mich nach einer ganz normalen Ausfahrt mit dem Fahrrad. Aber wenn es dir Spaß gemacht hat, könnten wir ja mal gemeinsam mit dem Mountainbike rausfahren und dann siehst du, was da noch so alles schiefgehen kann 😀

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