Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ – ein Motto welches mir immer wieder Kraft gibt neue Wege zu gehen! Motiviert von positiven Erfahrungen in meinem Freundeskreis habe ich wagemutig ein Experiment in Sachen: „Ende des Single-Daseins“ unternommen: ich habe mich bei einer Singlebörse angemeldet.

Nach reiflicher Überlegung welches Portal  meinem „Lifestyle“ und meiner Philosophie am besten entspricht, wählte ich ein beliebtes und recht teures Portal.
Für alle die noch keine Erfahrungen bei der Anmeldung bei Partnerportalen haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Zunächst legst Du grob fest wonach Du suchst: Mann/Frau; Alter bis max…; Größe von…bis…; Bildungsgrad ect. Wahlmöglichkeiten gibt es auch bei Fragen wie: Er/Sie „darf“ Kinder haben, Höhe des durchschnittlichen Jahreseinkommens oder ob man auf der Suche nach einem potentiellen Ehepartner ist oder nicht.
Dann musst Du Dich beschreiben (Größe, Augenfarbe, Bildung, allgemeine Interessen ect.). Ganz pragmatisch: ich suche…ich biete…
Wenn Du Zeit und Lust hast kannst Du noch per Fragebogen ein psychologisches Profil von Dir selbst erstellen zu lassen. Sehr interessante Fragen sind dabei. Aus allen möglichen Lebenssituationen. Etwa: „Auf einer Skala von 0-10 – wie wichtig ist Ihnen Körperkontakt in einer Beziehung“. Oder „würden Sie in einer Beziehung Seitensprünge verzeihen.“ war sehr überrascht was die Auswertung meines Fragebogens ergeben hat!!!!!!!!

Zu meiner Suche: Meine Auswahlkriterien waren – zugegeben – sehr streng. Von Alter, Größe, Bildung, Einkommen, Familienstand, Essgewohnheiten…nach dem Motto: Wer sich von den „Bedingungen“ nicht abschrecken lässt, der hat wirklich Interesse. Wie ich ja auch…schließlich zahle ich nicht eine Menge Geld nur um ein paar nette Mails zu verschicken.
Ok. Nach zwei Tagen war mein virtueller Briefkasten tatsächlich voll. Beginn der Auslese. Nach einer Woche hatte ich mich dann auf einen „Gesprächspartner“ eingelassen. Sein Profil: Interessant und passend. Seine Nachrichten: Charmant, intelligent ohne Anzüglichkeiten (für mich ein sehr wichtiger Aspekt). Er hatte mich schon bald zu einem ersten Date eingeladen…aber! Ich habe gezögert. Habe Ihn drei Wochen „hängen“ lassen. Schließlich wollte ich prüfen ob echtes Interesse besteht. Und wir haben täglich lange Mails geschrieben und Telefonate geführt. Bis…bis gestern.

Gestern bin ich endlich seiner Einladung gefolgt! 😉 war sehr schön! Ein, für mich gelungenes Date! Jetzt kommt der Knaller: gegen 13:00 Uhr schickte er mir eine Nachricht.“My sweet Princess“ (so hat er mich immer genannte)…blablabla…“danke für den schönen Abend…“blablabla…“muss Dir ein Geständnis machen.“ OK – was kommt jetzt?! „Du weißt ja nun schon fast alles von mir – nur eines noch nicht. Lebe zusammen mit meiner Frau und zwei Kindern.“
WIE BITTE?! Warum melde ich mich dann bei einem kostenpflichtigen Singleportal an und gebe in meinem Profil: ledig, kinderlos an…?! Gemeines Spiel…

Über den Autor

weiblich, knapp über 30, Eliteuniversität, selbstständig, Gelegenheitsmodel, bodenständig, so könnte auch ein Roman anfangen, denn die Voraussetzungen waren eigentlich exzellent als ich vor etwa einem Jahr als zuversichtlicher Single nach München gezogen bin. München gilt deutschlandweit als Hauptstadt der Singles. Liebling der (Schein-)Reichen und Schönen. Bekannt für oberflächliche „Bussi-Bussi“ Begegnungen und unverbindliche Flirts. Trotz meiner Vorkenntnisse die Münchner Szenegesellschaft betreffend, dachte ich: So schwer kann es ja nicht sein in Deutschlands Singlehauptstadt einen charmanten Mann kennenzulernen. Mein Fazit nach einem Jahr: da habe ich mich schwer getäuscht. Und wurde getäuscht. Vom schönen Schein und schönen Worten. Man(n) mag mir Naivität vorwerfen. Doch es ist schlichtweg mangelnde Erfahrung in der Welt der Szene-Singles in München. Gestattet mir etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Über die fruchtlosen Balz-Rituale und das Show-Gehabe in Münchens In-Locations und was mir in der Weltstadt mit Herz noch so alles passiert.

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15 Responses

  1. Michel

    Oh web oh web,

    das ist mal übel Kim, da fällt sogar mir nix mehr ein dazu, außer das es viele Vollpfosten gibt auf der Welt.

    Mach Dir einfach kein Stress, wegen der Suche lass Dich finden…….

    Wer auch mal heute auf Tour gehen bei der Langen Nacht…….

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  2. Stephanie

    Ich vermute, dass Du hier nicht die einzige bist, die die Erfahrung machen musste, dass die Singlebörsen oft nicht das halten. Ich bin da lieber etwas altmodisch und meide die Singleportale, auch mit Erfolg 😉
    Mich würde aber interessieren, wie Du darauf geantwortet hast?

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    • Simone

      Ja, genau aus diesem Grund meide ich auch die Singlebörsen … und habe jetzt meine „grosse Liebe“ im „normalen Leben“ kennengelernt.

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  3. Melli

    Singlebörsen sind auch nicht mein Fall. Bei den kostenlosen Börsen wird man meistens von eindeutigen Angeboten überhäuft. Die kostenpflichtigen habe ich leider noch nicht getestet und ich weiß auch nicht, ob ich dafür Geld ausgeben würde.

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  4. Leila

    Ich glaube viele präsentieren sich so im Netz, wie sie eigentlich gerne wären. Man wählt nur Hobbies und Fotos aus, die dem eigenen Ideal am nächsten kommen. Und später ist die Enttäuschung dann um so größer

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  5. Rainer

    Das ist ja schon recht heftig, aber leider auch kein Einzelfall. Viele Menschen haben nicht den Mut, eine dysfunktionale Beziehung zu beenden, und dann kommt es zu so etwas.
    Als betroffene Person hilft einem das aber leider auch nicht weiter, und speziell bei einem ersten Versuch wirft das natürlich ein besonders schlechtes Licht auf solche Portale.

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  6. Frankie

    Ja, gemeines Spiel, was du leider zum Teil mit deiner auferlegten Wartefrist selbst verlängert hast. Ob ein Singleportal überhaupt die richtige Anlaufstelle ist, um eine sinnvolle Resonanz zu erhalten, sei mal dahingestellt.

    Vielleicht sollten Frauen im Jahr 2011 ihre persönlichen Ansprüche an Männer neu überdenken. Ich beobachte immer stärker das Phänomen, dass sich Frauen teilweise selbst im Wege stehen, da sie jeden neuen Mann, der in ihr Leben, tritt nach einem vorgefertigten Rasterschema abchecken und mögliche Faux-pax bereits im Vorfeld auf die Goldwaaage legen. Einfach mal verabreden, fallenlassen und gut ist. Es muss doch nicht immer alles auf eine bestimmte Richtung hinauslaufen, oder?

    In deinem Fall war es leider eine Verabredung aus der Kateggorie „shit happens“ und sollte dir ein Lehrstück sein, dass man selbst mit einem strengen Auswahlprozess und drei Wochen Wartezeit mit leeren Händen dastehen kann…

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  7. Reishi

    Vor solchen Enttäuschungen ist man im Internet nie geschützt. Denn im Internet hat man einfach keine Identität und kann sich jene Identität zurecht schneidern welche man gerne haben möchte.

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  8. anti PUA

    Ui, das tut weh!
    Bedenke, dass sich Leute im Internet immer mehr trauen als in der Realität, da man sich hinter seinem Pseudonym „geschützt“ fühlt. Nichtsdestotrotz kann es immer noch verletzend sein.

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  9. Nadja

    Oh man, was für ein Arsch…Leider gibt solche Vollidioten und nicht nur im Internet!Ich hatte auch schon 2 Dates aus dem Internet, bin eigentlich nicht der Fan der Partner- oder SIngleboersen, doch einmal hatte ich Glück, war sogar meine zweitlängste Beziehung bist jetzt und er ist extra meinetwegen weit zu mir gezogen! Das andere lief ganz furchtbar ab!

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