Stalking, mit das Schlimmste was nach dem Beenden einer Beziehung kommen kann – und anscheinend ist es auch – ähnlich wie Liebeskummer eine Art Krankheit die vermutlich die Ursache in Verlustängsten hat.

Ich bin weder mit medizinischen noch psychischen Wissen ausgestattet, aber irgendwie wurde mir diese Woche erst mal wieder bewusst, wie sehr sich Menschen die sich mal geliebt haben nun, nach der Beziehung gegenseitig malträtieren und psychisch belasten können. Es war eigentlich eine ganz schöne Beziehung die da in meinem unmittelbaren Freundeskreis zerbrach – und sicherlich können beide so richtig auch nicht nachvollziehen warum sie nun wieder getrennt voneinander, und somit Single sind. Sie waren zwar nie für uns das „Traumpaar“ aber die Beziehung dauerte bereits drei Jahre, war eigentlich für Außenstehende intakt und auch das Zusammenleben meisterten die beiden in der viel zu kleinen Münchner Wohnung, soweit ich dies beurteilen konnte, sehr gut.

Er war sehr viel in Europa unterwegs – lebte unter der Woche mehr aus dem Koffer und in Hotelzimmern und irgendwann kamen dann irgendwie in ihr die Gefühle der Eiversucht hoch. Woran dies lag und liegt weiß sie heute wirklich nicht mehr, aber sie warf ihm immer wieder Untreue vor, wobei er – obwohl sicherlich bei seinen unzähligen Geschäftsterminen in Europa dafür Gelegenheit war – in meinen Augen der Inbegriff der Treue war und ist.

Komischerweise jetzt, nachdem sich beide getrennt haben und er aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist, drehte sich das Blatt und das was er nun betreibt ist eigentlich Stalking – und zwar in Reinkultur – denn nachdem er schon öfters in der Nacht sie in irgendwelchen Lokalen oder auf dem Weg von der U-Bahn in die Wohnung „abgefangen“ hatte und zum zig-sten Mal ne Aussprache forderte ist natürlich ihr Leben mittlerweile extrem eingeschränkt. Sie war und ist sich auch sicher dass er sie beobachtete und verfolgte, denn wie sollte er plötzlich in einem Lokal auftauchen, alleine, indem weder er noch sie jemals im Leben schon mal waren… Zufall?

Meistens, gerade bei Stalking, ist der Nachweis dass man gestalkt wird sehr schwer zu führen, und es fällt natürlich schwer gegen den Ex-Partner nun weitere Schritte zu unternehmen, aber gerade wenn man sich bedrängt und verfolgt fühlt, sollte man sich professonelle Hilfe bei Stalking holen, denn nur so wird man die „Geister“ schnell wieder los und kann sein eigenes Leben wieder so genießen wie man es eigentlich möchte.

Stalking ist seit dem 22.03.2007 im Strafgesetzbuch unter dem Straftatbestand „Nachstellung“ geführt und somit kann oftmals schon ein „einfacher“ Platzverweis oder ein Kontaktverbot den Stalker sybolisch die gelb-rote Karte darstellen und ihn schlußendlich davon abhalten noch weiter und tiefer in das Leben des Menschen einzudringen der dies (nicht mehr) möchte.

 

Über den Autor

echter und gebürtiger (!) Münchner, 35J., sportlich, sucht... - ja was eigentlich...? Je älter ich werde desto weniger weiß ich eigentlich was ich will aber umso mehr weiß ich was ich nicht will... Um diesen Spruch ein wenig mit Beträgen zu füllen blogge ich hier meine Erlebnisse im Münchner Single-Jungle, den VIP-Parties und die Hinter- und Abgründe warum mich meine Eltern immer wieder fragen: "Warum findest Du keine Frau?" Finden alleine ist es nicht, im Single-Mekka München, der Stadt in Deutschland wo nachweisslich die meisten Singles wohnen, wird man(n) schon fündig - und über dieses Finden und Erleben werde ich hier schreiben. Ich freue mich auf einen regen Austausch und Eure Kommentare!

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5 Responses

  1. Tresore Berlin

    Man kann dem Stalking aber mit einigen Maßnahmen entgegenwirken!
    Habe das selber schon durch, was echt hilft ist erstmal die person komplett aus der virtuellen Welt zu schaffen. Sprich blocken und löschen auf Facebook,Twitter,WhatsApp etc. außerdem die Telefonnummer auf die Blacklist.
    Wenn man es nicht mit einem krankhaftem stalker zu tun hat, kann das schon wunder bewirken. Falls doch kann man bei sowas auch die Polizei alarmieren, wenn es ausartet!

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  2. Konrad

    Die Frage ist nur, ob die Polizei hier wirklich gleich etwas tun kann, denn wie oben beschrieben, ist Stalking schwer nachzuweisen. Ich wünsche niemandem Opfer von Stalking zu werden, ich habe zwar selber keine Erfahrungen damit gemacht, kann mir aber gut vorstellen, wie stark die psychische Belastung für die Opfer sein muss.

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  3. Martin

    Hallo!

    Ich finde es sooo sooo krass. Eine Bekannte von mir muss so etwas seit mehreren Jahren ertragen. Mal tägliche Mails, dann Accountwechsel, plötzlich wieder Mails, Blumen, Geschenkt. Umzug, wieder Blumen. Diese Person scheint auch immer zu wissen und heraus zu finden wo sie hingezogen ist etc. Es ist ganz ganz gruselig und am Ende konnte man nicht viel machen. Wer kann einem schon verbieten Blumen zu schicken? Man kann es auch nicht kontrollieren und die psychische Belastung des Opfers ist immens! Meine Bekannte ging dann sogar zur Verhaltenstherapie. Sie muss scheinbar wirklich einfach damit leben lernen. Ich stelle mir das extrem schrecklich vor. Aber auch für beide Seiten! Denn der Täter leidet sicherlich genauso. Wahnsinn, wirklich. Gruss, Martin

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  4. Chris

    Gerade das Internet im Allgemeinen und die sozialen Netzwerke im Speziellen haben zu einem erheblichen Anstieg von Stalking geführt. Grundsätzlich (leider) auch kein Wunder, weil die Opfer es potentiellen Tätern oftmals durch einen recht offenherzigen Umgang mit persönlichen Daten und Bewegungsprofilen auch sehr einfach machen. Vielfach ist tatsächlich heute so, dass das Stalking in der virtuellen Welt beginnt und schließlich in die reale Welt übertragen wird. Für die Opfer eine absolut schlimme Erfahrung und das gilt für beide „Welten“.

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  5. Merida Mamoru

    Hi Alex,

    hat der Single-Blog ein neues Template-Design bekommen? Sieht wirklich klasse aus!

    Du greifst hier immer so coole Themen auf; war sehr interessant den Artikel zu lesen 🙂

    Der Begriff „Stalking“ wird ja heutzutage recht leichtfertig gebraucht. Deshalb finde ich es super, dass Du einen Artikel dazu gefasst, ab wann Stalking eigentlich beginnt. Das habe ich mich nämlich auch schon einmal gefragt. Es gibt ja auch das „Cyber-Stalking“, also wenn der Ex einen täglich mehrmals mit Emails, SMS und Skype-Anrufen zuschüttet. Und das empfände ich ab diesem Punkt auch schon als Stalking, was für die Betroffenen vermutlich höchst nervend, wenn nicht sogar belastend ist.

    Heftiges Stalking kann ja sogar strafbar sein, siehe § 238 StGB Nachstellung.

    LG

    PS: Müsste es statt „psychischen“ Wissen nicht „psychologischem“ Wissen heißen?

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