Es war soweit, am letzten Freitag den 20.04.2012: Das Frühlingsfest wurde eröffnet, und ich hatte ja eine Tisch-Reservierung fürs Hippodrom für den Eröffnungsabend ergattert. Am Nachmittag stieg schon langsam die Vorfreude – und somit machte ich einfach kurzerhand früher Schluß im Büro – schließlich musste ich ja noch nach Hause und mich vorbereiten auf die „kleine Schwester der Wiesn“.

Zwei Stunden später war ich bereit: Lederhosn check, weisses Trachtenhemd check, Gilet (in violett) check, einzig die eigentlich obligatorischen Haferlschuhe wurden – wie schon seit Jahren – gegen Trachtenboots getauscht – das liegt an der Erfahrung die ich vor Jahren machen musste, als ich einmal von der Bank „abstürzte“ und mir dann aufgrund mangelnden Seitenhalt einen Bänderriß zuzog… – und somit gibt’s nun Seitenhalt in den Boots – Optik hin, Tradition her.

dieser Weg wird kein leichter sein…

Am S-Bahn Bahnhof traf ich weitere Protagonisten – genauer zwei Pärchen die auch für den Tisch zugesagt hatten. Gemeinsam gings bis zur Hackerbrücke – und von dort aus – wie in alter Wiesn-Sitte zu Fuß zur Theresienwiese. Es ist ein komisches Gefühl an einem kühlen Abend im April DEN WEG zu gehen – diesen Weg den ich bereits schon gefühlt 10.000 Mal gegangen bin – Erinnerungen werden wach – wie ein Pilger der sich auf Pilgerreise befindet folge ich dem Ruf des Festes – und obwohl es April ist, irgendwie hat es was von Wiesn-light.

Im Zelt angekommen hatten wir gerade unseren Tisch geentert als dieses Wiesn-light-Feeling sich auch in Form einer frischen Maß zeigte. Die Blechblosn startete gerade ihre Musik- und Bühnenshow – und spätestens beim ersten „Prosit der Gemütlichkeit“ war ich seelig. Das schönste für einen Singlemann sind ja auf so einem Fest immer die feschen Mädels in ganz tollen Dirndln.

Wikipedia „Dirndl“

Ich hab extra mal bei Wikipedia nachgeschlagen und da steht „Die Erfindung dieses eine gewisse Laszivität ausstrahlenden Kleidungsstückes markierte einen der wichtigsten Ausgangspunkte für das heutige Verständnis von alpenländischer Tracht“ – und dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen.

Unser Tisch war vom Hippodrom-Team ideal (für mich) ausgewählt. Nicht zu nah an der Band, dennoch weit vorne, die Tische um uns rum auch „nur“ fesch angezogene Menschen in landestypischer Tracht, alle in Partylaune, genau in der fußläufigen Mitte zwischen Toilette und Champagnerbar. Somit konnte man von dieser „Homebase“ ideal starten und auch wieder zurückkehren.

Das diese „gewisse Laszivität ausstrahlenden Kleidungsstück“ mit jedem Schluck Bier mehr ausstrahlte, brauch ich hier nicht weiter auszuführen – und so ergaben sich etliche intensive Flirts – vorallem bei den Streifzügen durchs Zelt. Bald hatte ich so meine Favoritinnen die mit steigender musikalischer Unterhaltung der Blechblosn auch immer intensiver mittanzten und die Flirts erwiderten.

22:30 Uhr MESZ

Ich war gerade richtig in Fahrt und Flirtlaune als die Blechblosn plötzlich und – für mich – total unerwartet das letzte Lied ankündigte… – wie? Schon so spät? Nein eigentlich nicht, es war halb elf, also 22:30 Uhr MESZ und somit eigentlich die Zeit zu der ich normalerweise erst in die Stadt mit den vielen bunten Lichtern aufbreche und meinen Streifzug durch Bars und Clubs beginne… – Aber in München ist einfach bei diesen Volksfesten um diese Uhrzeit Schluss, und um 23 Uhr muss das Zelt leer sein…

to be continued…

Naja – dann werde ich halt am Samstag nochmal aufs Frühlingsfest gehen – bin ja quasi infiziert von diesen Festen, dem Bier und dem „gewisse Laszivität ausstrahlenden Kleidungsstück“ – und nachdem am morgigen Abend im Hippodrom der Trachtenball „Tracht & Pracht“ stattfinden wird, und ich sowieso eine Einladung von Pia Boltes Herzi-Dirndl für diesen Trachtenball habe, werde ich mich wieder in dieses Volksfest-Getümmel stürzen (müssen).

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